Technik

Der Austin Healey Sprite
wurde  von Mai 1958 bis Februar 1961 an die 50.000 Mal gebaut. Ursprünglich  sollte der Wagen Klappscheinwerfer erhalten. Diese wurden aber aus  Kostengründen gestrichen und so erhielt  er die Froschaugen.

Mein Frosch ist  laut British Motor Industry Heritage Trust
am 17.07.1958 vom Band gehüpft,
am 22.07.1958 nach Düsseldorf geliefert und
am 06.08.1958 zugelassen  worden,
Farbe Dark Green (GN12)!

Die wichtigsten Daten:
Motor: Austin A-Serie,
4 Zyl/4 Takt,
948 ccm,
43,5 PS bei  5500 U/min,
Vmax ca. 130 km/h
Die “unwichtigen”€ Daten:
3-fach gelagerte Kurbelwelle,
Bohrung x Hub 62,9 x 76.2 mm
Benzinpumpe mechanisch,
Vergaser 2 x HSU 1,
Tank 27 l reicht für 250 - 300 km
Elektrik 12 Volt + an Masse, alles von Lucas und absolut störungsfrei
4 Gang-Getriebe 1. Gang unsynchronisiert,
Länge 3,49m  mit 3,35m ohne Stoßstange vorn,
Breite 1,35m,
Höhe ohne Dach (Windschutzscheibe) 1,12m, mit Dach 1,26m,
Spurweite v/h  1,16/1,14m, Radstand 2,03m

Der Frosch hatte rundum Trommelbremsen mit einem Hauptbremszylinder 7/8”
Der Umbau auf Scheibenbremsen vom Nachfolger ist unproblematisch.
Dazu gibt es eine sehr gute Anleitung unter
 

http://www.gerardsgarage.com/Garage/tech.htm

Dort unter “Mods “ suchen

Es gibt dort auch für LHD Frösche schöne Bilder aus dem Motorraum und  wofür welches Loch benutzt wurde:

http://www.gerardsgarage.com/Garage/Tech/Cables_wires_lo2.htm

Kupplungsnehmerzylinder
Ich habe an Hand der Erstazteillisten folgendes gherausgefunden:
1.  Die 948-er und 1098er haben den gleichen Nehmerzylinder. Es gab folgende Nummern dafür 13H80, 13H135, 22A233 → heute GSY110!
2. 1275-er 13H3654, DAM620 → heute GSY113!
3. Der Anschluss für den GSY110 hat das Gewinde M10 x 1,0
4. Der Anschluss  für den GSY113 hat das Gewinde 11 x 1,25.
5. Die Kolben der Zylinder können nicht getauscht werden, weil sie einen unterschiedlichen Durchmesser haben.
6. Beim GSY110 wird der Anschluss in einem kleinen Winkel aus dem Gehäuse geführt.
7. Beim GSY113 wir der Anschluss gerade herausgeführt.
8. Die Änderung der oberen Anschrauböse lässt sich leicht mit einer Flex so öffnen, dass er direkt auf den Bolzen geschoben werden kann. Nach meinem dafürhalten darf der Zylinder nur von unten eingeschoben werden. Eine seitliches Einschieben halte ich auf Grund der Bewegungsrichtung für falsch.

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GSY 113                                   GSY 110                             Vorne liegt der KNZ für die “kleinen” Motoren


Man kann nach Umbauten an der Schwungscheibe auch bei den 948-ern und frühen 1098-ern die Kupplung des 1275-er einbauen. Dann wird auch der KNZ des 1275 gebraucht und eine anderes Ausrücklager. Dieser Umbau ist problemlos (vor ca. 30 Jahren in Eigenarbeit nach einem Hinweis von Kurt Sturm durchgeführt)
 

Getriebe
Für den Frosch und seine Nachfolger gab es mindestens 4 Getriebe
Es gab zwei smooth case (glattes Gehäuse) und zwei rib case (geripptes Gehäuse)
Grundsätzlich passt jedes Getriebe an jeden Motor.

Das ursprüngliche Froschgetriebe hatte einen zu langen Übergang vom 2. auf den 3. Gang.
Später gab es ein “close ratio” Getriebe mit einer besseren Abstufung als Option. Diese Übersetzungen wurden bis zum Ende des 1275-er nicht mehr geändert.
Für die glatten Getriebe 9C und 9CG gibt es keine Ersatzteile mehr
Der 1098-er bekam ein geripptes Getriebe auch dafür gibt es keine Teile mehr.
Der 1275-er hatte ebenfalls ein geripptes Getriebe, dafür gibt es noch Teile.

Die Getriebeteile sind untereinander nicht austauschbar
Um sein Getriebe zu identifizieren gibt es nur eine 100%-e Möglichkeit. Die Nummer des Vorgeleges.
Es gab schon Umbauten eines 9C Getriebes in eine geripptes Gehäuse.

Bremsflüssugkeit
Es gibt Leute die schwören auf Silikonflüssigkeit - ich auch. Ob dies die Zulassung und/oder die Versicherung betrifft weiß ich nicht! Hier muss jeder für sich wissen was er tut!
Beim Bremsen merkte ich keinen Unterschied. Wichtig ist, dass man immer einen gewisse Ersatzflüssigkeit mit sich führt um bei einem Schaden an der Brems- oder Kupplungsanlage nicht mischen zu müssen was nie eine gute Idee ist!

Kann man einfach von Dot 4 oder 5.1 auf Dot 5.0 Silikon umsteigen.

Optimal ist natürlich man hat eine komplett neue Brems- und Kupplungsanlage. Dann müssen diese Neuteile nur das Silikon verkraften können.
Dazu fragt man den Lieferanten!

Wer eine gebrauchte Anlage hat, sollte vorher den Hersteller seiner Bremsflüssigkeit Fragen zu einem Wechsel stellen. Ich habe es so gemacht und mich auf die Herstellerangaben verlassen.

Differential
Bislang war ich der Meinung der Frosch kam mit 4,22 . 1 zur Welt aber es soll ursprünglich sogar 4,55 : 1 gegeben haben. Ich weiß es nicht
Irgendwann kam eine 3,9 : 1 Übersetzung bei den Nachfolgern zum Einsatz. Diese soll sich problemlos auch beim Frosch einbauen lassen.
Es gibt noch diverse andere Übersetzungen die passen sollen.